In den letzten Wochen ist bei uns vieles etwas langsamer geworden. Der Grund dafür ist Ayla – und eine Operation, die zwar gut verlaufen ist, aber trotzdem einiges an Kraft, Geduld und Vertrauen gebraucht hat.
Bei Ayla wurden mehrere Mammakarzinome festgestellt. Das sind Tumore der Milchleiste, die bei älteren, unkastrierten Hündinnen leider nicht selten vorkommen. Rückblickend glaube ich, dass sie diese Veränderungen schon länger hatte – unauffällig, leise, ohne grosse Symptome. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem klar ist: Jetzt müssen sie raus. Und dieser Moment war nun da.
Ayla war von Anfang an unglaublich tapfer. Die Narkose verlief zum Glück sehr ruhig und problemlos – was bei einem fast 13-jährigen Hund alles andere als selbstverständlich ist. Sie schlief schnell ein, ganz anders als Lina damals, die sich lange und heftig gegen das Einschlafen gewehrt hatte. Das war schwer mitanzusehen. Ayla hingegen war viel entspannter, fast so, als wüsste sie: Ich lasse das jetzt einfach geschehen.
Ein grosses Geschenk war für mich, dass ich beim Aufwachen dabei sein durfte. Hier scheint das Standard zu sein – und ich bin den Tierärztinnen sehr dankbar dafür. Das Aufwachen dauerte eine ganze Weile, Ayla war benommen, langsam, nicht ganz da. Aber sie war nicht allein. Und das hat auch mir sehr geholfen.

Nach der OP musste ich leider noch in die Apotheke, um ihre Medikamente zu holen – bei rund –20 Grad Aussentemperatur. Nicht ideal, aber in Schweden bekommt man die Medikamente für Tiere in der Regel nicht direkt beim Tierarzt. Auch das gehört dazu.
Nun sind fast zehn Tage seit der Operation vergangen. Die Heilung verläuft bisher gut, und ich hoffe sehr, dass das auch so bleibt. Ich wünsche mir – und bitte Gott darum –, dass ich weiterhin die Kraft, die Ruhe und die Bedacht habe, die es für die weitere Behandlung und die kommende Zeit braucht.


Lina muss im Moment etwas zurückstecken. Das ist nicht einfach, denn sie ist viel Auslastung gewohnt. Aber sie macht das erstaunlich gut, geduldig und leise – auf ihre Art auch sehr tapfer.
Diese Zeit ist fordernd. Aber sie ist auch geprägt von Nähe, Vertrauen und vielen kleinen Momenten, die zählen. Schritt für Schritt gehen wir weiter. 🖤🐾
