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Logodesign – Ein Einblick in mein OfG-Studium

Logodesign Titelbild

Logodesign – Zwischen Idee und Reduktion

Nach dem Modul Layout & Editorial Design ging es im nächsten Abschnitt meines Studiums an der OfG / Online-Schule für Gestaltung um ein Thema, das auf den ersten Blick kleiner wirkt – aber deutlich anspruchsvoller ist: Logodesign.

Während ein Magazincover mit Bildern, Farben und Typografie arbeiten darf, muss ein Logo mit deutlich weniger auskommen. Ein gutes Logo funktioniert in klein und gross, in Farbe und Schwarz-Weiss, digital und gedruckt.

Diese Reduktion auf das Wesentliche war für mich die grösste Herausforderung.

Die Aufgabe: Zwei Themen zur Auswahl

Für die Monatsaufgabe standen mehrere Themen zur Auswahl, diese zwei haben mich am ehesten angesprochen:

  • Coffee Cats
  • Architektur & Design

Zuerst entschied ich mich für Coffee Cats. Die Kombination aus Katzen und Kaffee wirkte kreativ, verspielt und bot viele gestalterische Möglichkeiten.

Ich begann mit ersten Skizzen, experimentierte mit Formen, Tassen, Katzen-Silhouetten und typografischen Ideen.

Logodesign – Ein Einblick in mein OfG-Studium | Logodesign

Doch trotz verschiedener Ansätze merkte ich schnell: Die Ideen fühlten sich nicht stimmig an. Es «funkte» nicht. Manchmal merkt man beim Gestalten, dass ein Thema zwar interessant klingt, aber nicht zur eigenen gestalterischen Herangehensweise passt. Genau so war es hier.

Deshalb entschied ich mich, das Thema zu wechseln und mit Architektur & Design weiterzuarbeiten.

Der Entstehungsprozess

Beim Thema Architektur & Design wollte ich Struktur, Gestaltung und Natur miteinander verbinden. Gleichzeitig spielte auch mein aktuelles Umfeld in Schweden eine Rolle in meinen Überlegungen.

Ich dachte an typische schwedische Holzhäuser, klare architektonische Formen und an die Natur, die hier allgegenwärtig ist. Besonders Birken kamen mir dabei in den Sinn – sie prägen vielerorts das Landschaftsbild.

Logodesign Skizze Architektur & Design

Diese Kombination aus Architektur und Natur fühlte sich für mich stimmig an. Sie passte nicht nur zum Thema, sondern auch zu meinem persönlichen Bezug zum Ort. Weitere Ideen waren wie folgt:

  • Häuser und architektonische Formen
  • Linien und Raster
  • Natur-Elemente wie Birken oder Bäume
  • Typografische Kombinationen mit «&»

Ich habe bewusst viele Richtungen ausprobiert, um herauszufinden, was funktioniert – und was nicht.

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Dabei zeigte sich schnell: Ich dachte zu komplex. Statt zu reduzieren, versuchte ich mehrere Ideen gleichzeitig in ein Logo zu packen.

Ein typischer Lernprozess im Logodesign.

Logodesign Titelbild - Arbeitsprozess am Laptop
Arbeitsprozess am Laptop…

Logo-Entwurf 1 – Gute Idee, zu viele Elemente

Der erste Entwurf kombinierte ein Schwedenhaus mit einer Birke. Inhaltlich passte diese Kombination gut zum Thema Architektur & Design und gleichzeitig zu meinem persönlichen Bezug zu Schweden.

Auch die Farbwahl entstand aus diesem Kontext: Ich arbeitete vor allem mit Rot-, Grün- und Gelbtönen. Die roten Farbakzente orientierten sich an den klassischen schwedischen Holzhäusern, die vielerorts das Landschaftsbild prägen. Grün stand für Natur und die Birke, während Gelbtöne zusätzliche Wärme und Lebendigkeit in die Gestaltung bringen sollten.

Doch durch die Kombination mehrerer Farben, unterschiedlicher Flächen und zusätzlich eines umschliessenden Kreiselements wurde das Logo schnell unruhig. Der Kreis drängte die Elemente zudem zusammen, sodass ihnen der nötige Raum fehlte.

Auch die Typografie war sehr lebendig gestaltet – zu lebendig. Besonders das grosse «&»-Zeichen dominierte zu stark und nahm dem eigentlichen Motiv die Aufmerksamkeit.

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Rückblickend sehe ich: Die Grundidee war gut – aber ich wollte zu viel auf einmal.

Logo-Entwurf 2 – Wenn Gestaltung zu voll wird

Beim zweiten Entwurf wollte ich eigentlich reduzierter arbeiten.
Ich entwickelte eine langgezogene Hausform und kombinierte sie mit farbigen Flächen.

Während der Umsetzung liess ich mich jedoch von den gestalterischen Möglichkeiten in Inkscape hinreissen. Ich experimentierte mit zusätzlichen Effekten, unter anderem mit Schraffuren, die ich zunächst ganz «hübsch» fand und als gestalterisches Detail integrierte.

Doch genau hier zeigte sich eine typische Herausforderung im Gestaltungsprozess: Nur weil etwas technisch möglich ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es der Gestaltung guttut. Statt ruhiger zu werden, wurde das Logo noch voller. Die Farbigkeit, Schraffuren, Umrandungen und Hintergründe konkurrierten miteinander. Das Symbol war zwar vorhanden, aber schwer zu erkennen.

Auch hier fiel wieder auf: Zu viele Elemente führen zu Unruhe.

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Rückblickend war dieser Entwurf besonders lehrreich. Ich habe gemerkt, wie schnell man sich von neuen Werkzeugen und Effekten verleiten lässt – und wie wichtig es ist, den Fokus auf die eigentliche Aufgabe zu behalten: ein klares, prägnantes Logo zu entwickeln.

Logo-Entwurf 3 – Mehr Ruhe, mehr Klarheit

Der dritte Entwurf ging in eine ruhigere Richtung. Die Gestaltung wurde klarer, die Elemente reduzierter.

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Getestete (und verworfene) Variante

Trotzdem zeigte sich auch hier noch Verbesserungspotenzial: Typografie und Symbol überlappten sich noch zu stark. Ein Logo braucht Raum, um wirken zu können.

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Diese Erkenntnis war ein wichtiger Lernmoment für mich.

Was ich aus der Rückmeldung gelernt habe

Die Rückmeldung zur Aufgabe war konstruktiv – und ehrlich. Sie zeigte mir deutlich, woran ich noch arbeiten muss:

Ein Logo braucht Ruhe

Weniger Elemente schaffen mehr Klarheit

Typografie sollte bewusst eingesetzt werden

Symbole müssen klar erkennbar bleiben

Raum ist ein Gestaltungselement

Besonders wichtig war für mich der Hinweis, meine Ideen stärker zu bündeln. Ich hatte viele gute Ansätze – aber zu wenig Fokus.

Warum mir Logodesign schwerer fiel

Im Vergleich zu Layout- oder Editorial-Design fehlt beim Logodesign ein wichtiger Faktor: Man kann sich nicht hinter vielen Gestaltungselementen verstecken. Ein Logo muss einfach, klar, flexibel und wiedererkennbar sein. Das bedeutet: Jede Entscheidung wird sichtbar.

Und genau das machte diese Aufgabe anspruchsvoll – aber auch besonders lehrreich.

Mein Fazit

Dieses Modul hat meinen Blick auf Gestaltung verändert. Ich habe gelernt:

Gestaltung bedeutet nicht, möglichst viel zu zeigen.

Gestaltung bedeutet, das Richtige wegzulassen.

Auch wenn die Rückmeldung nicht durchgehend positiv war, war sie genau das, was ich gebraucht habe. Denn gerade in den Herausforderungen entsteht der grösste Lernfortschritt.

Ausblick

Ich bin aktuell im Abschlussmonat meines OfG-Studiums angekommen und nehme mir bewusst Zeit, auf die vergangenen Module zurückzublicken und mich auf den Abschluss vorzubereiten.

Gerade das Modul Logodesign hat meinen Blick auf Gestaltung verändert. Die Idee der Reduktion hat mich auch in anderen Projekten begleitet – unter anderem beim Relaunch meiner eigenen Webseite, den ich bewusst ruhiger, klarer und fokussierter gestaltet habe.

Mit dem Wissen aus diesem Modul nehme ich vor allem eines mit:

Weniger ist oft mehr – aber das Richtige wegzulassen ist die eigentliche Kunst.

Diese Erkenntnis wird mich auch über den Abschluss hinaus begleiten.

Wenn du Fragen zu meinem Lernprozess oder zum Thema Logodesign hast, freue ich mich über den Austausch.